Qualzucht Mops?

Der Einfluß des Menschen auf die Entwicklung des Haushundes war nicht immer positiv. In den letzten 50 Jahren tauchte zunehmend die sogenannte Qualzucht bei den Rassehunden auf. Sie wird bei vielen Rassen verursacht durch den Verlust der "Leistungszucht". Dies entstand dadurch das lediglich nach dem äußeren Erscheinungsbild also "Schönheit"  geurteilt wurde und leider noch immer wird.  Auch haben die modischen Vorlieben hier sehr mit-gespielt.  Wie kann ein weiterer folgeschwerer Niedergang des Hundezucht-wesens aufgehalten werden. Wie soll es weitergehen? 

 

Der Dachverband der österreichischen Tierschutzorganisation  fordert ein sofortiges Zuchtverbot für alle Tiere die eindeutige Qualzuchtmerkmale aufweisen. Bei den Hunden sind 18 Rassen besonders betroffen, darunter auch der Mops.     

Nur eine Rasse zu verbieten kann nicht die Lösung sein. Es müssen viele Faktoren miteinbezogen werden, um dieses Phänomen in den Griff zu bekommen. Vorallem muß sich Einiges am Rassestandard ändern. 

Nur ein geringer Prozentsatz der populärsten Hunderassen werden unter strengen veterinärmedizinischen  Kontrollen   gezüchtet. 

Illegal importierte Welpen werden somit nicht unter dem Schutz verschiedener Zuchtvereine (durch Kontrollen v. Kynologen)  vermehrt.   Welpen müssen unter Aufsicht von veterinär-medizinische Kontrollen gezüchtet werden, auch die Auswahl der individuell   passenden Elterntiere für die Verpaarung,  eine gute Haltung inklusive Sozialisierung  sowie Hygiene sind ein  gängiger Standard. Der Rassestandard ist für meine Begriffe zweitrangig.

An erster Stelle muß das gesundheitliche Wohl der Rasse stehen! 

Leider werden Tausende von Tieren in Osteuropa für den Profit "gezüchtet" und somit tritt der Fall viel häufiger ein, das sie unter schlechten Tierschutzbedingungen oft in Welpenfarmen vermehrt und dann über Plattformen verkauft werden.

Da keine Zuchtregeln eingehalten werden müssen,  ist es äußerst wahrscheinlich, dass diese Tiere unter genetischen Defekten und Verhaltensproblemen leiden werden. Inzucht und Zucht mit  genetischen Defekten sind gängige Praktiken, und dies führt zu Welpen die ihr ganzes Leben lang unter ihen vererbten Gesundheitsproblemen leiden müssen. 

Gerade auch bei der Rasse Mops sind strenge rassespazifische Untersuchungen, wie der Belastungstest, Wirbelsäulenröntgen, Patellaeuntersuchung und  PDE Test (vererbbare Enzephalitis) und jetzt neu auch BOAS , eine spezielle Untersuchung für Kurznasen, ein MUSS!! 

Welche Kriterien sollen bei der Mopszucht eine entscheidende Rolle spielen:

Nur die äußerlichen Merkmale (z.B. Nasenlänge, Falten) sind nicht entscheidend. Lt. Untersuchungen  der Universität Cambridge  gibt es lediglich  Zusammenhänge zwischen der Ausprägung der äußeren   Merkmale  und dem BOAS Risiko (Brachicephalic Obstructive Airway Syndrom) . Ein weiterer Verstärker für die BOAS Beschwerden sind Übergewicht

 

Der derzeitige Fitnesstest  ist ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung:

In 11 Minuten muß der Hund in beliebigem Tempo 1000 m hinter sich bringen. Anschließend wird sofort Herzfrequenz, Puls und Atmung beurteilt.  (Frequenz und Geräusche). Nach 15 Min. soll er seine Ausgangswerte wiedererlangt haben. Der Test  wird  unter Beobachtung von  Tierärzten, die von  den  Vereinen und dem ÖKV ausgewählt werden, durchgeführt. 

Leider wird der Begriff "freiatmender Mops" sehr oft mißbraucht, denn Kurznase bleibt Kurznase, aber das Ziel muß sein das der Hund in Bewegung sowie in Ruhe ungehindert atmen kann. 

Als verantwortungsvoller  Züchter ( mit Herz & Hirn) werden meine Zuchthunde sehr kritisch für die Verpaarung ausgewählt, und  mittels Belastungstest sowie einem seitlichen Wirbelsäulenröntgen mit Vermessung des Lumens der Luftröhre untersucht. Auch die BOAS Untersuchung, sie wude v. Universität Cambridge entwickelt, wird seit kurzer Zeit bei jedem meiner Zuchttiere duchgeführt.

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